Das Schulkonzert des RWG am 20. und 21. Mai begeisterte Publikum und Lehrerschaft gleichermaßen.

 

Es war ein Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird: Am 20. und 21. Mai präsentierten Schülerinnen und Schüler des RWG beim diesjährigen Schulkonzert ein Programm, das mit Energie, Musikalität und einem beeindruckenden Können das Publikum von den ersten Klängen an in seinen Bann zog. Drei Ensembles standen auf der Bühne – jedes mit seinem eigenen Charakter, jedes auf seine Weise außerordentlich.

Der Unterstufenchor: Popmusik mit Anspruch

Den Auftakt des Abends gestaltete der Unterstufenchor, der Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9 vereint. Unter der Leitung von Musiklehrer Yannick Mitzel eröffnete der Chor das Konzert mit Songs, die alles andere als leicht sängerisch zu bewerkstelligen sind: „Believer“ von Imagine Dragons und „Zombie“ von The Cranberries – anspruchsvolle Popsongs, die dem Chor hörbar Freude bereiteten und beim Publikum sofort für Begeisterung sorgten.

26 05 20 17 41 02 8078

Hinter diesem Auftritt steckt harte Arbeit: Das gesamte Schuljahr über probte der Chor intensiv, und kurz vor dem Konzert stand zusätzlich ein ganzer Probensamstag auf dem Plan. Musikalisch begleitet wurde der Chor am Klavier von Vadim Durchenko aus der Klasse 7b – der jedoch nicht nur als Begleiter glänzte, sondern mit einem persönlichen Höhepunkt des Abends aufwartete: Er stellte sein selbst komponiertes Stück „Lebensweg“ vor und hinterließ damit bei der gesamten Schulgemeinschaft einen bleibenden Eindruck. Selten erlebt man solch reife kompositorische Eigenleistung in diesem Alter.

Der Oberstufenchor: Von den Ärzten bis zur Stille

Der Oberstufenchor, bestehend aus zehn Sängerinnen, folgte mit einem ebenso anspruchsvollen Programm. Auch hier führte Yannick Mitzel – diesmal selbst am Klavier – das Ensemble mit sicherer Hand. Der Einstieg mit einem Song „Schrei nach Liebe“ der Ärzte sorgte für eine energetische Stimmung, bevor der Chor mit z.B. „What I Was Made For?“ von Billie Eilish ruhigere, nachdenklichere Töne anschlug. Diese musikalische Bandbreite zeugte von Reife und Vielseitigkeit.

Vorbereitet hatte sich der Oberstufenchor gemeinsam mit der Schulband in der Woche vor dem Konzert: Drei Tage Probetage, begleitet von den Lehrkräften Yannick Mitzel und Raoul Pabst, bildeten das intensive Fundament für den großen Abend.

26 05 20 18 06 55 8084

Die Schulband: Rock, Pop und Eigenständigkeit

Nach der Pause übernahm die Schulband die Bühne – und das mit voller Wucht. Die Band, die ausschließlich aus Schülerinnen und Schülern der K2 besteht, eröffnete ihren Auftritt mit „What I’ve Done“ von Linkin Park und setzte damit ein klares Zeichen: Hier spielen Musikerinnen und Musiker, die wissen, was sie tun. Sophia Schmelzle (Gesang), Felix Ernst (Gesang und Gitarre), Nils Huppmann (Bass), Maxim Lamprecht (Keyboard), Charlotte Volkmann (Schlagzeug und Back vocals) und Ilias Blust (Gitarre) lieferten eine mitreißende Performance.

Das Repertoire war abwechslungsreich: Auf das rockige „Ruby“ der Kaiser Chiefs folgte mit „Kiss Me“ von Sixpence None the Richer eine stimmungsvolle Ballade. Besonders berührend war das Duett „Du bist anders“ von AnnenMayKantereit, das Sophia Schmelzle und Felix Ernst gemeinsam zum Besten gaben. Auch sanftere Töne gehörten also zum Set – und sie kamen nicht minder gut an.

Was die Schulband in diesem Jahr besonders auszeichnet: Sie kam vollkommen ohne die Unterstützung einer Lehrkraft aus und organisierte sich vollständig selbständig. Selbst Schulleiter Jochen Flohn, der zu Beginn des Schuljahres seinen Dienst am RWG angetreten hat, zeigte sich tief beeindruckt von der Qualität und Professionalität des Auftritts. Autonomie, die sich auszahlt.

26 05 20 19 30 35 08125

Hinter den Kulissen: Licht, Ton und Kamera

Dass ein Konzert nicht nur von der Musik lebt, bewies an diesem Abend die Licht- und Tontechnik-AG: Amelie Black, Tom Huck und Aurelia Martin (alle K2) hatten ein stimmungsvolles Lichtkonzept erarbeitet und begleiteten die Auftritte technisch auf höchstem Niveau – ebenfalls vollkommen autonom. Die Film-AG unter Leitung von Lehrer Felix Kamm hielt den gesamten Abend auf Film fest, sodass die Erinnerung an dieses besondere Ereignis erhalten bleibt.

Durch den Abend führten Juliane Fütterer und Maya Erbacher (beide K2) – charmant, professionell und mit dem richtigen Gespuür für Timing und Atmosphäre. Ihr Moderationsstil verband die einzelnen Auftritte zu einem stimmigen Gesamtabend.

Ein besonderer Dank

Der besondere Dank gilt in diesem Jahr Musiklehrer Yannick Mitzel, der das Konzert in diesem Schuljahr alleine verantwortet hat: Er leitete beide Chöre, begleitete die Probenarbeit über Monate hinweg und sorgte dafür, dass das Schulkonzert des RWG wieder zu dem wurde, was es in den besten Jahren immer war – ein Ereignis, das die gesamte Schulgemeinschaft zusammenbringt und zeigt, wozu junge Menschen fähig sind, wenn sie die Chance bekommen, sich zu entfalten.

Das nächste Schulkonzert lässt sicher nicht lange auf sich warten – und die Vorfreude ist jetzt schon groß.