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Nach mehr als 15 Jahren gemeinnütziger Arbeit wurde es notwendig, die Arbeit des Vereins neu zu überdenken und zu organisieren. Verschiedene Veränderungen in den Bedingungen in Weißrussland und in Deutschland zwangen dazu.
In der Schule 35 in Gomel wechselte der Direktor. Das führte zur Verschiebung der Akzente. So veränderte sich der Grad der Unterstützung unserer Arbeit und die Qualität der Vorbereitung der Kinder auf einen Erholungsaufenthalt in Deutschland verschlechterte sich.
In Deutschland wurden die letzten Wochen im Schuljahr für die Schüler immer wichtiger, weil große, wichtige Arbeiten auf die Schüler zukamen, bei deren Vorbereitung die Fürsorge um einen weißrussischen Gast eher hinderlich war. Dadurch war es schwierig, Gastfamilien zu finden.
Diesen neuen Anforderungen mussten sich auch die Vereinsmitglieder stellen. Durch die Wahl von Herrn Wagner, der vielen noch in guter Erinnerung durch seine frühere Tätigkeit am RWG ist, zum 1. Vorsitzenden des Vorstandes wurde auch personell ein Neuanfang geschaffen.
Nachdem der Vorstand im Herbst 2007 beschlossen hatte, für das Jahr 2008 keine Kindererholung zu organisieren, fand der Verein in seiner Mitgliederversammlung im März 2008 eine breite Mehrheit zur Fortführung der Arbeit.
An den Bedingungen, wie sie in den Vereinssatzungen formuliert sind, hat sich nichts verändert. Eine Hilfe in Form von Kindererholung, Geld- und Sachspenden ist nach wie vor notwendig.
Deshalb wird der Verein „Gomelhilfe“ im Jahr 2009 wieder Kinder der Schule 35 aus Gomel einladen. Es wurden Maßnahmen beschlossen, zu verhindern, dass diese Möglichkeit der bezahlten Feriengestaltung Kindern zugute kommt, die nicht bedürftig sind. Weiterhin wird auch die Unterstützung der weißrussischen Seite stärker gefordert.
Wir werden wieder interessante und erlebnisreiche Tage organisieren und brauchen aber ganz dringend die Hilfe der Eltern der Schüler des RWG.
Über den Fortgang der Organisation der neuen Kindererholung werden wir Sie auf dieser Seite auf dem Laufenden halten.
Wie können Sie uns helfen?
Wir laden jedes Jahr ca. 20 Kinder zur Erholung ein. Diese Zeit liegt vor den Ferien.
Für die Organisation dieser drei Wochen suchen wir immer:
1. Betreuungsorganisatoren
Die Kinder werden Montag bis Freitag zwischen 07.45 und 13.00 Uhr durch uns betreut. Damit diese Zeiten für die Kinder auch Erlebnisse sind, suchen wir Menschen, die die Möglichkeit haben, den Kindern etwas zu bieten. Das können Besichtigungen, Besuche oder Aktivitäten sein. Wer zum Beispiel Beziehungen zu einem Reiterhof hat oder eine Bäckereibesichtigung vermitteln kann oder ganz andere Ideen hat, der nehme doch über die o.g. Möglichkeiten Kontakt zu uns auf. Auch die Ideenvermittlung hilft uns sehr.
2. Betreuungshilfe
Wenn Sie uns mit Ihrer Anwesenheit unterstützen können, ist das für uns sehr wertvoll. Sie müssen kein Russisch sprechen und schon die Teilnahme an einer Wanderung oder das Fungieren als Aufsichtsperson beim Spielvormittag hilft uns viel. Wenn Sie sich also einen oder mehrere Vormittage frei machen können, dann melden Sie sich.
3. Geld
Natürlich benötigen wir trotz vieler ehrenamtlichen Arbeit auch Geld. Die Reise und die Betreuung sind leider nicht zum Nulltarif zu haben. Der Verein ist ordentlich eingetragen und stellt Ihnen für Ihre Spenden Bescheinigungen aus, die Sie steuerlich geltend machen können. Jeder Betrag ist willkommen!
Spendenkonto 4000246 bei der Stadtsparkasse Baden-Baden (BLZ 662 500 300)
Warum sollten Sie uns helfen?
An erster Stelle steht die Erholung der Kinder.
Als Folge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind vor allem die Kinder aus Gomel gesundheitlich angeschlagen und einer permanenten Verstrahlung ausgesetzt. Ein Aufenthalt in sauberer Umgebung gibt den Kindern die Möglichkeit, ihr Immunsystem zu stärken. Dadurch haben diese Kinder eine wirkliche Chance, den Spätfolgen des atomaren Zwischenfalls wie Lymphdrüsenkrebs, Leukämie oder Tumoren zu entgehen. Bereits ein dreiwöchiger Aufenthalt senkt das Risiko drastisch.
Ein weiterer Aspekt ist die wirtschaftliche Not, in der sich die Menschen in Weißrussland im Allgemeinen und die Bewohner von Gomel im Besonderen befinden. Während das Nachbarland Polen seit Mai 2004 Mitglied der EU ist, isoliert die politische Führung Weißrusslands das Land immer mehr.
Der fehlende Absatz in die ehemaligen Staaten der Sowjetunion und die Tatsache, dass weite Teile des Landes nicht mehr für die Landwirtschaft geeignet sind, haben in Weißrussland zwischenzeitlich zu großer wirtschaftlicher Not geführt. Diese Not können Sie durch die Unterstützung unseres Vereins lindern.
Ihre Hilfe für die Kinder in Gomel ist sehr direkt und konkret. Sie können die Kinder aus Gomel kennenlernen und erleben, wie Ihre Hilfe - egal in welcher Form Sie uns unterstützt haben - ankommt.
Sie finanzieren keinen aufwendigen und bürokratisch arbeitenden Apparat, da alle Vereinsmitglieder unentgeltlich arbeiten und die gesammelten Mittel ausschließlich zur Sicherstellung der Hilfsaufgaben verwendet werden.
Ihr Kind lernt als Pate für das Gastkind eine neue verantwortungsvolle Aufgabe kennen. Diese fördert seine Eigenständigkeit und lenkt sein Bewusstsein und seine Einsatzbereitschaft auf ihm bis dahin unbekannte Dinge.
Abschließend sehen wir unsere Arbeit als Beitrag zur Völkerverständigung und verstehen die Aufenthalte der Kinder hier als Hilfe zur Selbsthilfe. Indem wir den Kindern die Werte vermitteln, auf denen auch unser Gemeinwohl gründet, wollen wir diese Generation motivieren, sich durch Bildung und Mitarbeit für eine Verbesserung der Zustände im eigenen Land einzusetzen.
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