Zeitzeugengespräch zum 27. Januar 2012 am Richard-Wagner-Gymnasium

 

 

altalt

 

 

Am 27. Januar 2012 besuchte der Zeitzeuge Pavel Hoffmann das Richard-Wagner-Gymnasium und sprach - im Rahmen des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus - mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe I über sein Schicksal während der Zeit des Nationalsozialismus.

 

Er betonte, dass die Nationalsozialisten nicht nur einen Weltkrieg anzettelten, sondern vor allem einen Kreuzzug gegen alle moralischen Werte des christlichen Abendlandes führten. Mord, Raub und die Verachtung des Prinzips der Menschlichkeit waren die schwerwiegenden Folgen. Die Gewalt richtete sich vor allem gegen die Juden, die der Welt durch die zehn Gebote diese Werte vermittelt hatten und damit auch das frühe Christentum und das Neue Testament prägten. Diesem moralischen Nihilismus könne man nur bewusstes Erinnern entgegensetzen, als Mahnung, dass sich derartige Grausamkeiten nicht wiederholen.

 

Hoffmanns eigenes Schicksal wurde anhand von Dokumenten und Fotos seiner Familie nachvollziehbar. Er wurde 1939 in Prag geboren und als Kind ins KZ Theresienstadt deportiert. Seine Familie wurde ermordet. Nach der Befreiung absolvierte er seine Hochschulausbildung in der Tschechoslowakei und lebt seit 1968 in Deutschland. Seit seinem Ruhestand ist er Zeitzeuge.

 

Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit zum Austausch mit dem Zeitzeugen und ein reges Gespräch kam in Gang – es war eine Begegnung, die zum Nachdenken anregte.

 

Markus Sternecker.

 

 

 

 

 

 

 
Mai
View full calendar

Neuigkeiten

FAZ - Projekt
Im März 2012 wurde von Timo...
Schulkonzert des Ric...
Die Vielfalt des Musi...

Suche