Günther Behnisch
und der„Demokratische“ Baustil 
Der Baustil von Behnisch ist innovativ und lässt sich nicht nur einer bestimmten architektonischen Richtung zuordnen. Es verbinden sich in seiner Architektur dekonstruktive Elemente mit normierten Maßverhältnissen und einer ökologisch orientierten Planung. Er benutzt vor allem Beton, Holz in allen Anwendungsbereichen, Stahl und Aluminium (Fenster), aber keinen Marmor. Als bevorzugtes Fassadenmaterial wurden anfangs Asbestbetonplatten benutzt, die aber in den 80ern wegen ihrer Giftigkeit indiskutabel und durch verschiedene Ersatzstoffen abgelöst wurden.
Behnischs Farbpalette besteht überwiegend aus hellen sowie auch heiteren Farben, weil diese Menschlichkeit und Freundlichkeit symbolisieren. Er mied Farben wie Schwarz, Purpurrot, Violett und Braun, da sie zu stark mit Bedeutungen belegt sind.
Behnisch zeichnete sehr reduzierte Grundrissbauten mit anspruchsvollem Aufbau. Seine knappe Darstellungstechnik erreichte später große Anerkennung.
- - geb. 1922 in Lockwitz bei Dresden
- - Studium an der Technischen Hochschule in Stuttgart
- - Gründung des ersten Büros mit Bruno Lambart
- - 1967-87 Professor an der Technischen Hochschule in Darmstadt
- - bekanntestes Werk aus dem Büro Behnisch: Anlage des Münchner Olympiaparks (1967-72)
- - sonstige Werke:
Neugestaltung der Königstrasse und des Schlossplatzes in Stuttgart
Staatliche Fachhochschule für Technik in Ulm (1963)
Parlamentsgebäude in Bonn (1988-1992)
Universitätsbibliothek Eichstätt (1980-1987)
- 1972 erhielt er den Großen Preis des Bundes Deutscher Architekten
- 1975 Professor für Architektur an der Technischen Hochschule in Darmstadt
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